Zum Inhalt springen

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen

Sie befinden sich hier: News/Events › Meldungen

Donnerstag 05. Januar 2012, 11:05

Sondersprechstunde für Patientinnen mit Brustimplantaten des französischen Herstellers PIP (Poly Implants Prothèses) in der BG Klinik Ludwigshafen

Sehr geehrte Patientinnen, die Pressemeldungen über mögliche gesundheitliche Gefahren nach einer Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten haben zu einer großen Verunsicherung bei möglicherweise Betroffenen geführt.

Sondersprechstunde an der BG Klinik

Aus diesen Meldungen geht hervor, dass Patientinnen, bei denen Brustimplantate des französischen Herstellers PIP (Poly Implant Prothèse) und „Rofil Medical Nederland“ (deren M-Implantate seien identisch mit PIP-Implantaten) verwendet worden sind, erhöhten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Ob bei Ihnen Implantate dieses Herstellers verwendet wurden, können Sie Ihrem Implantat-Pass entnehmen, den Sie von dem behandelnden Chirurgen nach der Operation erhalten haben. 
Laut Auskunft der französischen Aufsichtsbehörde besteht zwar kein Grund zur Eile, eine Entfernung der Implantate wird aber offiziell empfohlen, da die Implantate möglicherweise schneller reißen und das dann austretende Silikon nur schwer zu entfernen ist und Gewebeschädigungen verursachen kann. Eine krebserzeugende Wirkung des Silikongels konnte bis jetzt nicht mit Gewissheit nachgewiesen, jedoch auch nicht sicher ausgeschlossen werden.

In unserer Klinik wurden Silikongelimplantate der Firmen PIP und Rofil Medical Nederland zu keiner Zeit verwendet. Bei Patientinnen, die in unserem Hause in der Vergangenheit ein Brustimplantat erhalten haben, gilt oben Gesagtes also nicht. Es besteht bei diesen Patientinnen kein Handlungsbedarf.

Wir möchten den Trägerinnen von PIP- und Rofil-Brustimplantaten anbieten, sich im Rahmen unserer Sondersprechstunde individuell beraten zu lassen. Auf Grundlage der Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin und der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) können potentiell gesundheitsschädigende Implantate identifiziert werden, so dass wir Sie gerne in Ihrer Entscheidung hinsichtlich eines Implantatwechsels auf einer rationalen Basis unterstützen.

Die Termine können unter der nachstehend genannten Telefonnummer vereinbart werden.

Die Kosten für die Beratung oder eventuell notwendige Operationen werden zunächst von den Krankenkassen getragen. Nach geltender Sozialgesetzgebung können die Krankenkassen die Patientinnen allerdings im Verlauf an den Kosten beteiligen.

Quellen: DGRPÄC Online

Kontakt:
Sekretariat der Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie
Frau R. Dogdu
0621/68102328
Email: plastische-chirurgie@bgu-ludwigshafen.de