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Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen

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Komplexe Stationäre Rehabilitation (KSR)

Patient trainiert arbeitsplatzspezifische Tätigkeiten

Was versteht man unter KSR?

Darunter versteht man eine Reha-Maßnahme für Patienten außerhalb des zeitgerecht verlaufenden Heilverfahrens oder bei zeitgerechtem Heilverlauf im Rahmen von verschiedenen Zusatzmodulen (hoher diagnostischer und therapeutischer Aufwand). Insbesondere ist das Verfahren angezeigt bei:

  • Verzögertem Rehabilitationsverlauf
  • Problemen bei beruflicher Wiedereingliederung

Eine KSR ist nur in BG-Unfallkliniken möglich.

Wie läuft KSR ab?

Nachdem die Kostenzusage des Unfallversicherungsträgers vorliegt, wird der Patient stationär einbestellt. Die Aufnahme erfolgt auf eine unserer Rehastationen (K, L, 3, 17 und 18). Nach der Aufnahmeuntersuchung wird die erforderliche Diagnostik und Therapie zusammen mit unseren Patienten festgelegt.

Was bietet KSR inhaltlich?

  • Durchführung operativer Maßnahmen in Lokalanästhesie
  • Konsiliaruntersuchungen aller Disziplinen
  • Psychologische/psychotherapeutische Behandlung
  • Schmerztherapie
  • Prothetische Versorgung und Prothesentraining
  • Isolationsmaßnahmen z. B. bei MRSA
  • Alle labordiagnostischen Maßnahmen
  • Alle radiologischen Leistungen inkl. Großgerätediagnostik
  • Umfangreiche pflegerische Betreuung, z. B. Wundbehandlung
  • Physiotherapie
  • Physikalische Therapie
  • Kraftraum
  • Sporttherapie
  • Ergotherapie inkl. Schienenversorgung
  • Arbeitstherapeutische Evaluation (EFL-Screening)
  • Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBO-Reha)

Wöchentlich erfolgt eine Visite des therapeutischen Teams. Am Entlassungstag erfolgt die Abschlussuntersuchung und gegebenenfalls die Erstellung eines positiven und negativen Leistungsprofils. Außerdem wird der Entlassungsbrief erstellt. Dieser enthält alle wesentlichen Befunde und die weitere Planung des Heilverfahrens.

Was sind die Ziele der KSR?

Bei Heilverläufen, die ohne erkennbaren Grund verzögert sind, soll hier zunächst eine umfassende diagnostische Abklärung erfolgen um die Ursachen herauszufinden. Anschließend wird ein Therapieplan erarbeitet, der die oben aufgeführten Inhalte bietet. Es kann aber auch sein, dass zunächst nochmals eine operative Maßnahme sinnvoll ist, dann wird der Patient in den Akut-Bereich verlegt.

Insgesamt soll erreicht werden, dass das Leistungsprofil soweit gesteigert werden kann, dass unser Patient eine Arbeits- und Belastungserprobung durchführen kann oder wieder arbeitsfähig wird. Bei einigen wenigen Patienten kann das Ergebnis der KSR auch sein, dass eine berufliche Neuorientierung erfolgen muss.

TraumaNetzwerk DGU® Z11136