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Physiotherapie in der berufsgenossenschaftlichen Rehabilitation

Den Patienten wieder voll zu integrieren - an seinem Arbeitsplatz und im Privatleben - ist das wichtigste Ziel der berufsgenossenschaftlichen Rehabilitation. Im Auftrag der Berufsgenossenschaften setzen wir dazu "alle geeigneten Mittel" ein, was auch in der physiotherapeutischen Behandlung dieser Patienten keine Beschränkungen zulässt. Entsprechend umfassend ist unser therapeutisches Angebot, es reicht von der physiotherapeutischen Einzel- und Gruppenbehandlung über Medizinische Trainingstherapie und Sporttherapie bis hin zu physikalischer Therapie, Bewegungsbad und Gangschulung. Innovative und bewährte Konzepte und Verfahren sind Grundlage der berufsgenossenschaftlichen Rehabilitation in der BG-Unfallklinik Ludwigshafen.
Dazu zählen:
- Das Assessment-Verfahren
- Die Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung (BGSW)
- Die Komplexe Stationäre Rehabilitation (KSR)
- Die Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
Assessment-Verfahren
Im Assessment-Verfahren ermittelt ein Fachteam, ob ein Patient rehabilitationsfähig ist, bzw. welche weiterführende Behandlung für ihn infrage kommt. Dazu wird er an drei Tagen von einem interdisziplinären Team, bestehend aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten, in der BG-Unfallklinik Ludwigshafen untersucht, die Ergebnisse werden anschließend im Team ausgewertet und eine Therapie empfohlen.
Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung (BGSW)
Die BGSW, eine "verletzungsnahe" Rehabilitation, schließt sich an die Akutversorgung des Patienten an. Einzelheiten dieser Therapieform sind von den Berufsgenossenschaften genau festgelegt, insbesondere Physiotherapie, Ergotherapie und psychosoziale Betreuung sind hier gefordert - die Patienten werden jeden Tag mindestens vier Stunden physio- und ergotherapeutisch begleitet und befinden sich stationär in der Klinik.
Eine Alternative zu diesem Verfahren, die mit vergleichbarem Behandlungsinhalt, jedoch ambulant durchgeführt wird, bietet unser Ambulantes Rehabilitationszentrum in Form der sogenannten "Erweiterte Ambulante Physiotherapie".
Komplexe Stationäre Rehabilitation (KSR)
Die KSR, ein Reha-Aufenthalt für Patienten mit verzögertem Heilungsverlauf, ist ein stationäres berufsgenossenschaftliches Heilverfahren und wird von
uns, wie auch von anderen BG-Kliniken, für die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung erbracht. Auch hier erstreckt sich die physio- und ergotherapeutische Behandlung des Patienten täglich über mindestens vier Stunden.
Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation ist ein neues Leistungsangebot der BG-Unfallklinik Ludwigshafen, das Menschen nach einem Arbeitsunfall gezielt in die Arbeitsfähigkeit zurückführt. Neu daran ist, dass das individuelle berufliche Anforderungsprofil die Inhalte der Rehabilitation bestimmt. Wir simulieren hier an der Klinik die Arbeitsplatzsituation, um die Betroffenen für die speziellen Anforderungen ihres jeweiligen Berufs wieder fit zu machen, LKW-Fahrer können zum Beispiel das Be- und Entladen eines LKWs und Dachdecker an Dachschrägen trainieren.
Aus dem Abgleich der individuellen Fähigkeiten und Einschränkungen und den beruflichen Anforderungen ergibt sich eine Art Fahrplan für den Verlauf des insgesamt vierwöchigen MBO-Reha-Programms, bei dem der Patient täglich bis zu sieben Stunden Therapie erhält: Physiotherapie und Ergotherapie, hinzu kommen intensive Visiten durch den Berufshelfer.
Hier finden Sie weiterführende Informationen: Abteilung für Berufsgenossenschaftliche Rehabilitation und Heilverfahrenssteuerung

