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Wir setzen Qualität um
Neue Fehlerkultur
Der Bereich Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie an der BG-Klinik arbeitet seit 2008 erfolgreich mit einem internetbasierten System zur Fehler-Frühwarnung. Es erfasst "Beinahe-Fehler" und möglichst alle Prozess-Schritte, die für den Patienten gefährlich werden könnten. Alle Meldungen werden zentral anonymisiert bearbeitet und gleichzeitig Lösungen vorgeschlagen. Zudem können Fallberichte anderer Institutionen eingesehen werden, was zusätzliche Erkenntnisse bringt.
Ziel ist es, durch den konstruktiven Umgang mit Fehlern oder kritischen Ereignissen eine bessere Sicherheits- und Kommunikationskultur zu schaffen.
"Das Bessere ist der Feind des Guten ..."
Diese Weisheit Voltaires gilt noch heute. Die wichtigste Quelle in unserem Bemühen um stete Verbesserung sind unsere Patienten. Deshalb bitten wir sie aktiv um ihre Meinung. Zum einen in Form eines Fragebogens, den jeder Patient bereits bei seiner Aufnahme erhält, und zum anderen in Form von regelmäßigen, systematischen Patientenbefragungen. Auf diese Weise identifizieren wir Verbesserungswürdiges, leiten konkrete Maßnahmen ein und überprüfen, ob sie wirksam sind. Weiterführende Informationen zum Umgang mit "Anregung und Kritik"
Mehr Sicherheit für unsere Patienten
Viele Fertigkeiten müssen regelmäßig trainiert werden ...
... wie zum Beispiel das Reanimieren. Mittlerweile haben alle Ärzte unserer Klinik einen dreistündigen Trainingskurs nach den aktuellen Leitlinien des Europäischen Wiederbelebungsrates absolviert. Selbst unsere erfahrenen Notärzte ließen sich durch den praxisorientierten Unterricht und das "Durchspielen" von Fallbeispielen begeistern. Alle neuen ärztlichen Mitarbeiter erhalten dieses Training in den ersten Wochen und wir planen eine Wiederholung für unsere Mediziner in einjährigem Abstand.
Die BG-Klinik ist Vorreiter bei neuen Konzepten zur Notfallversorgung
Als erste Luftrettungsstation bundesweit, hat die BG-Unfallklinik Ludwigshafen PHTLS® eingeführt - ein international anerkanntes Verfahren zur Optimierung des präklinischen Vorgehens am Notfallort, welches die Sicherheit unserer Patienten erhöht. Ähnlich einer Checkliste, die Piloten vor jedem Flug durchgehen müssen, verhalten sich unsere Notärzte und Rettungsassistenten im Einsatz. PHTLS® lehrt systematisches Wissen, Techniken, Fertigkeiten, Verhalten und Sprachgebrauch in spezieller Notfalldiagnostik und -therapie. Schnell wird die Entscheidung getroffen, ob der Patient "kritisch" ist, schnell zu einer Notoperation in die Klinik geflogen werden muss, oder ob noch Zeit ist, ihn vor Ort zu stabilisieren.
Seit 2003 ist in der Ausbildung unserer Ärzte ATLS® etabliert
Ein Teil der Kurse wird bei uns durchgeführt. ATLS® ist ein ebenfalls international anerkanntes, standardisiertes und prioritätenorientiertes Vorgehen bei der Erstversorgung von Schwerverletzten im Schockraum, in dem der Patient zunächst notfallmedizinisch stabilisiert wird. Beide Vorgehensweisen - ATLS® und PHTLS® - verwenden die gleiche Kommunikationsform, so dass die Übergabe des Patienten im Schockraum jetzt noch strukturierter und genauer vonstatten geht. Es ist enorm wichtig, dass die Mitarbeiter an diesen Stellen konsequent und schnell handeln, denn was hier versäumt wird, ist später schwer wettzumachen.
Weiterführende Informationen zu: PHTLS® und ATLS®-Standardisierte Erstversorgung unfallverletzter Patienten
