Stationäre Angebote

Stationäre Angebote für Träger der Unfallversicherung

 Rehabilitation für Brandverletzte

Die Rehabilitation für Brandverletzte bietet eine spezialisierte Behandlung für Patienten nach Verbrennungsverletzungen mit dem Ziel, dem Brandverletzten eine Rückkehr in sein privates und berufliches Leben unter Bedingungen der Selbstständigkeit und sozialen Souveränität zu ermöglichen. Schädigungsbedingte Fähigkeitsstörungen werden verbessert und beseitigt sowie Verschlimmerungen vorgebeugt.

Die spezifische Rehabilitation für Brandverletzte ist indiziert bei mittelschweren und schweren Verbrennungen, bei funktionellen und neurologischen Defiziten bei geringerem Verbrennungsausmaß und bei funktionellen Defiziten nach Starkstromunfall. Bei sekundären somatischen und psychischen Indikationen nach Verbrennungen wie etwa Gliedmaßenverlust, anhaltendem Konditions- und Kraftverlust oder psychischen Störungen ist die spezialisierte Brandverletztenreha ebenfalls angezeigt.

Die Therapie ist speziell auf die Bedürfnisse von Brandverletzten angepasst und umfasst neben Physio-, Ergo- und Schmerztherapie auch eine psychologische Therapie, Wundmanagement und Reha-Management.

Die Brandverletzten-Rehabilitation dauert in aller Regel drei bis vier Wochen.

 Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung BGSW

Die BGSW wurde 1991 in das Heilverfahren eingeführt. Es handelt sich um eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme, die sich an die Akutbehandlung eines durch einen Arbeitsunfall verletzten anschließt. Die BGSW ist angezeigt bei schweren Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates und des zentralen und peripheren Nervensystems, insbesondere wenn ambulante Leistungen nicht ausreichen oder nicht durchführbar sind. 

Bei der BGSW steht die funktionelle Therapie im Vordergrund. Die zentralen Inhalte der BGSW sind entsprechend Maßnahmen der Physio- und Ergotherapie, der physikalischen Therapie und der Medizinischen Trainingstherapie. 

Die BGSW dauert drei bis vier Wochen. Sie umfasst vier Stunden Therapie täglich, davon drei Stunden als Einzelbehandlung. 

 Tätigkeitsorientierte Rehabilitation TOR

Die Tätigkeitsorientierte Rehabilitation TOR ist eine Maßnahme zur Wiederherstellung, Anpassung und Optimierung des individuellen Fähigkeitsprofils eines Patienten in Richtung seines beruflichen Anforderungsprofils.

Die TOR ist indiziert zur berufsspezifischen Intensivierung der Therapie im Rahmen des irregulären Heilungs- und Reha-Verlaufes, auch bei schlechter und unklarer Prognose. Sie kommt zur Anwendung, wenn andere Maßnahmen der berufsbezogenen Rehabilitation wie die Arbeitsbelastungserprobung oder die Arbeitsplatzbezogene Muskuloskeletale Rehabilitation gescheitert oder nicht möglich sind. Sie ist ebenfalls sinnvoll in Fällen, in denen besondere Kontextfaktoren beim Patienten oder am Arbeitsplatz vorliegen.

Im Rahmen der TOR können vielfältige Modellarbeitsplätze simuliert werden, z.B.: Kraftfahrer, Maschinen- und Anlagenführer, Elektromechaniker, Bauberufe wie Dachdecker, Maurer, Zimmermann etc., Garten- und Landschaftsbau, Kranken- und Altenpflege, Laborberufe, Berufsbilder aus Büro, Verkauf und Lager und viele mehr.

Zur TOR gehört ein zweitägiges Aufnahme- und Abschlussassessment, in dem die spezifischen Anforderungen am Arbeitsplatz mit dem persönlichen Leistungsprofil des Patienten abgeglichen wird. Hierzu gehört eine umfangreiche Diagnostik. Ein wesentliches Merkmal der TOR liegt zudem auf der Behandlung durch ein interdisziplinäres Team, das sich aus Physio- und Ergotherapeuten, Sportlehrern, Sozialarbeitern, Psychologen, Schmerztherapeuten, Reha-Managern und Ärzten zusammensetzt.

Die TOR dauert vier Wochen. Der Patient erhält einen persönlichen Therapieplan, der täglich sieben bis acht Stunden Therapie umfasst, davon vier Stunden berufsspezifische Therapie.

 Komplexe Stationäre Rehabilitation KSR

Die Komplexe Stationäre Rehabilitation KSR kommt zum Einsatz, wenn Umfang des rehabilitativen Bedarfs eindeutig über dem liegt, was im Rahmen einer BGSW-Behandlung dargestellt werden kann. 

Die Indikation zur KSR wird entsprechend bei der Notwendigkeit intensiver Therapie und/oder  intensiver Pflege in Kombination mit regelmäßiger, multidisziplinärer, fachärztlicher Betreuung, einschließlich psychologischer Betreuung oder überdurchschnittlicher Frequenz fachärztlicher Kontrollen gestellt. 

Die KSR ist außerdem bei komplexen und verzögerten Heilungsverläufen indiziert, aber auch bei einem möglichen Missverhältnis zwischen Art und Schwere der Verletzung und bisherigem Heilungsverlauf. Umfassende diagnostische Maßnahmen und ärztliche Konsiliarleistungen sind im Rahmen der KSR möglich.

Für die KSR sind in der Regel drei bis vier Wochen angesetzt. Sie umfasst vier bis fünf Stunden Therapie täglich, überwiegend als Einzelbehandlung. Aufgrund der erforderlichen Kombination aus Infrastruktur, personellen und fachlichen Ressourcen sowie dem Wissen um das Heilverfahren wird die KSR ausschließlich an BG Kliniken angeboten. 

 Stationäre Reha-Abklärung SRA

Die Stationäre Reha-Abklärung (SRA) ist ein alleinstehendes stationäres Verfahren, bei dem nicht die Therapie, sondern die diagnostische Fragestellung im Vordergrund steht.

Die Durchführung der SRA ist den BG Kliniken vorbehalten. Ziel der Maßnahme ist die Klärung des bestehenden Behandlungsbedarfes der versicherten Person. Sie dient entsprechend der weiteren Heilverfahrenssteuerung  z.B. dann, wenn Heilungsfortschritte in den laufenden Behandlungen ausbleiben oder verzögert sind. Auch kann im Rahmen der SRA die Überprüfung einer OP- oder Revisionsindikation erfolgen, wenn dafür umfangreiche Diagnostikverfahren herangezogen werden müssen, die nicht durch eine ambulante Heilverfahrenskontrolle erbracht werden können.

Die SRA kann vom behandelnden Durchgangsarzt der BG Klinik oder von dem zuständigen Unfallversicherungsträger mit dem Formtext F2168 eingeleitet werden.
Der Zeitumfang für eine SRA liegt zwischen 3 und 5 Tagen.

Wird durch die SRA ein weiterer Behandlungsbedarf festgestellt, so wird die konkrete Maßnahme (z.B. Einleitung von EAP, BGSW oder KSR, Aufnahme zur OP) durch den Arzt empfohlen.
Anhand der gewonnenen Erkenntnisse aus der SRA bzw. durch Beantwortung der Fragen des Unfallversicherungsträgers wird die Fortsetzung des Heilverfahrens mit dem Reha-Management geplant.

  Chefarzt Reha Zentrum und Leitender Arzt der Abteilung für Berufsgenossenschaftliche Rehabilitation und Heilverfahrenssteuerung

Dr. med. Henry Kohler M.A.

Sekretariat:
Gabriele Lehmann

  0621 68150-1401   0621 68150-1405   reha@bgu-ludwigshafen.de

  Info-Mappe

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