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Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen

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Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung (BGSW)

Medizinische Trainingstherapie

Die Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung wurde erst 1991 in das berufsgenossenschaftliche Heilverfahren eingeführt. Es handelt sich um eine stationäre Rehabilitationsbehandlung, die sich an die Akutbehandlung eines durch einen Arbeitsunfall Verletzten anschließt.

Indikationen zur BGSW

Es gibt 3 Hauptgruppen:    

  • Schwere der Verletzung (Mehrfachverletzte, Patienten mit Polytrauma)
  • Komplikationsverläufe (CRPS, Infektionen, Pseudarthrose)
  • Andere Gründe (Soziale Umstände, Strukturprobleme)

Die wesentliche Voraussetzung von Seiten des Patienten ist seine Rehabilitationsfähigkeit. Immer mehr frisch verletzte Patienten werden aufgrund des geänderten Abrechnungsmodus (DRG) zu schnell in BGSW-Kliniken verlegt, obwohl sie noch nicht rehabilitationsfähig sind. Eine stationäre Reha-Maßnahme macht erst dann Sinn, wenn die entsprechenden Entlastungs- und Knochenbruchheilungszeiten abgelaufen sind.

Wie läuft die BGSW ab?

Nachdem die Kostenzusage des Unfallversicherungsträgers vorliegt, wird der Patient stationär einbestellt. Die Aufnahme erfolgt auf eine unserer Rehastationen (K, L, 3, 17 und 18). Nach der Aufnahmeuntersuchung wird die Therapie zusammen mit unseren Patienten festgelegt. Die Behandlung beinhaltet mindestens 4 Stunden Physiotherapie, physikalische Therapie, Übungen im Kraftraum, Sporttherapie und Ergotherapie. Wöchentlich erfolgt eine Visite des therapeutischen Teams. Am Entlassungstag erfolgt die Abschlussuntersuchung und der Entlassungsbrief wird erstellt. Dieser enthält alle wesentlichen Befunde und die weitere Planung des Heilverfahrens.

Was sind die Ziele der BGSW?

Durch diese intensive Therapie soll die volle Belastung an den verletzten Extremitäten erreicht werden. Der Muskelaufbau wird vorangebracht. Die betroffenen Gelenke sollen wieder voll beweglich werden. Wir erwarten dadurch eine Schmerzreduktion und die volle Alltagstauglichkeit soll wieder hergestellt werden. Bei positivem Verlauf soll unser Patient so weit kommen, dass auch eine berufliche Wiedereingliederung möglich ist.
Das Therapieangebot in den BG-Unfallkliniken im Rahmen der BGSW geht sowohl von der Therapiedauer als auch inhaltlich weit über das in der Handlungsanleitung geforderte Maß hinaus.

TraumaNetzwerk DGU® Z11136