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Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie - Schwerbrandverletztenzentrum
Im Zentrum all unserer wissenschaftlichen Aktivitäten, die in enger Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen der Universität Heidelberg durchgeführt werden, steht der Nutzen für den Patienten. Hierzu werden neben experimentellen Grundlagenforschungen klinische Untersuchungen zur Prüfung unserer Versorgungsqualität durchgeführt.
Durch modernste Techniken der Gewebezüchtung soll beispielsweise Knochengewebe hergestellt werden, mit dem in Zukunft durch Verletzungen oder Entzündungen verloren gegangener Knochen ersetzt werden kann.
Im Falle schwerer Brandverletzungen kann durch die Züchtung von Haut eine raschere Deckung der Körperoberfläche erfolgen.
Untersuchungen zur Verbesserung der Knochenheilung nach Brüchen sollen Frakturen in Zukunft schneller heilen lassen. Hierzu werden chemische und physikalische Reize kombiniert in Verbindung mit unreifen Vorläuferzellen (Stammzellen) angewendet. Gleiches gilt für die Anregung des Nervenwachstums nach Nervenverletzungen.
Mehrere Forschungsprojekte befassen sich mit der Verbesserung der Versorgung von Schwerbrandverletzten. So wird z. B. der Einfluß von Nahrungszusätzen und Hormonen auf die Wundheilung bei schweren Verbrennungen untersucht.
Das Problem chronischer Wunden wird in einer großen wissenschaftlichen Kooperation mit der Universität Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) aufgearbeitet. Die Entstehung der Wunden soll besser verstanden werden und die Therapie optimiert werden, um die Abheilungszeit zu verringern.
Um die Einheilungsraten von verpflanztem Gewebe zu verbessern, werden verschiedene Methoden der Präkonditionierung (Vorbereitung) von Lappenplastiken untersucht. Auch hier werden physikalische Reize und Stammzellen verwendet.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Erforschung von Weichgewebssarkomen. Neue, gegen diese Tumoren wirksame Substanzen werden untersucht, Wirkmechanismen entschlüsselt und optimale Tumormodelle entwickelt.
Zusätzlich wird auf dem Gebiert der Ästhetischen Chirurgie geforscht, beispielsweise um das Auftreten schmerzhafter Kapselfibrosen nach Brustaufbau mit Silikonimplantaten zu verringern.
Neben retro- und prospektiven klinischen Studien zur Evaluierung und Weiterentwicklung spezieller Behandlungskonzepte und Versorgungsstrukturen, wie z. B. dem Polytrauma-Register, sind unterschiedliche Forschungsschwerpunkte etabliert. Hierzu gehören u. a. die 3D-Bildgebung und -rekonstruktion sowie computerassistierte und navigationsgestützte Operationsverfahren; des Weiteren verschiedene klinisch-experimentelle Projekte, wie z. B. die Expression von Wachstumsfaktoren bei der Osteoporose/gestörten Frakturheilung (Pseudarthrosen) bzw. Untersuchungen zur Pathogenese der Implantat-assoziierten posttraumatischen Osteitis. Die Bearbeitung dieser Fragestellungen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit (inter)nationalen, oft interdisziplinären Kooperationspartnern anderer Kliniken, Instituten und Universitäten.

