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Schwerpunkt: Tumorchirurgie
Insbesondere dank moderner operativer Techniken der Plastischen Chirurgie inklusive mikrochirurgischer Gewebeverpflanzungen konnte in großen, spezialisierten Zentren die Amputationsrate bei Auftreten maligner Tumoren im Bereich der Extremitäten auf insgesamt unter 3 Prozent gesenkt werden.
Während noch vor 30 Jahren die Amputation bei der Diagnose von malignen Weichgewebsstumoren die Regel darstellte, zeigt sich analog zu anderen Tumorerkrankungen, dass auch bei Weichgewebssarkomen im Extremitätenbereich deutlich geringere Sicherheitsabstände ausreichen, um optimale Vorraussetzungen zur Heilung dieser seltenen Krebserkrankungen zu erreichen.
In der Klinik wird das gesamte Spektrum der Wiederherstellungschirurgie eingesetzt, um eine Gliedmaßenerhaltung nach Tumorresektionen zu sichern. Dafür wurde eigens ein operatives Referenzzentrum gegründet, das von regionalen und überregionalen Tumorzentren und Schwerpunktkliniken in Spezialfällen konsultiert wird.
Auswertungen anhand großer Fallzahlen belegen die Überlegenheit großer Zentren in der Behandlung von Weichgewebssarkomen. Dabei beschränkt sich die Therapie nicht auf die rein operative Maßnahme. Jeder Patient wird im Tumorboard des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) der Universität Heidelberg vorgestellt, dort wird eine optimale individuelle Therapie entwickelt und empfohlen.
Der Leiter der Klinik, Professor Dr. med. M. Lehnhardt, beschäftigt sich seit fast 20 Jahren intensiv mit Fragestellungen zur Diagnostik, Therapie und Prognose bei Weichgewebssarkomen. Die wissenschaftliche Datensammlung und Aufarbeitung dieser Tumore zeigt das Renommee und die Bedeutung der Institution.
