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Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen

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Physiotherapie bei Patienten mit Querschnittlähmung

Lokomotionstraining

Seit der Gründung der BG-Unfallklinik Ludwigshafen gibt es eine Spezialabteilung für Querschnittgelähmte: Hier setzten sich Ärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Pflegedienst, Sozialarbeiter und Psychologen gemeinsam für ein gutes Rehabilitationsergebnis ein.
Die jahrzehntelange Erfahrung, gepaart mit der Integration von neuen erfolgreichen Behandlungskonzepten ermöglicht es, die Zielsetzung der Rehabilitation nach den Möglichkeiten des Patienten zu richten und so dessen größtmögliche Selbständigkeit und Wiedereingliederung in der gewohnten Umgebung zu erreichen.

Der frischverletzte Querschnittpatient wird bereits auf der Intensivstation physiotherapeutisch behandelt. Ziel der Behandlung ist es:

  • Im Rahmen der Atemtherapie Sekret zu lösen
  • Mittels passivem Bewegen die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten
  • Mittels neurophysiologischer Behandlungstechniken die Restfunktionen zu verbessern

Ein querschnittgelähmter Rehapatient wird zweimal täglich 30-45 Minuten behandelt. Die Zielsetzung richtet sich nach den Möglichkeiten, die der Patient mit seiner Verletzung mitbringt, um die größtmögliche Selbständigkeit, die Wiedereingliederung in der gewohnten Umgebung und eventuell eine Arbeitsfähigkeit zu erreichen.

Wir behandeln den Rehapatienten in unserer Abteilung zweimal täglich 30-45 Minuten individuell und etwa zwei Stunden in der Gruppe. Grundlegend für das Therapiekonzept sind das Mattenprogramm, das Lokomotionstraining am Laufband, das Rollstuhltraining und der Rollstuhlsport. Zusätzlich zur eigentlichen Behandlung des Patienten gehören die Hilfsmittelverordnung, die Befunddokumentation und die Leistungsdokumentation des Patienten zum Aufgabenbereich der Physiotherapeuten.

Mattenprogramm:

Teil der Übungsmethode PNF ( Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation). Wie in der Bewegungsentwicklung von Kindern werden die Fähigkeiten des Patienten die Lage zu wechseln und sich fort zu bewegen trainiert.

Lokomotionstraining am Laufband:

Trotz fehlender Kraft und Koordination kann ein Patient das Gehen üben, indem  sein Körpergewicht durch ein Aufhängesystem verringert wird und ein oder zwei  Therapeuten ihm die Beine setzen.

Rollstuhltraining:

Im Rollstuhltraining lernt der Patient sein Rollstuhl so zu fahren, dass er damit Unebenheiten bewältigen kann und in der Lage ist längere Strecken zu fahren.

Rollstuhlsport:

Im Rollstuhlsport lernt der Patient die Möglichkeiten verschiedener Arten Behindertensports in der Praxis kennen wie Handbikefahren ("Fahrradfahren" mit Armantrieb), Rollstuhlbasketball , Tischtennis, Badminton und Schwimmen.