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Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen

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Schwerpunkt Medizinische Trainingstherapie

Seilzug in der Medizinischen Trainingstherapie

Medizinische Trainingstherapie ist ...

... die Ergänzung und Erweiterung bestehender physiotherapeutischer Techniken, entwickelt aus der Trainingslehre im Sport. Die fünf motorischen Hauptbeanspruchungsformen Kraft, Koordination, Ausdauer, Flexibilität und Schnelligkeit werden durch die Medizinische Trainingstherapie optimiert.

Eingesetzt wird Medizinische Trainingstherapie an der BG-Unfallklinik Ludwigshafen nach Operationen, Verletzungen oder bei chronischen Beschwerden. Die Patienten erreichen durch gezieltes Training an speziellen Rehabilitationsgeräten eine verbesserte Funktion der Muskeln, des zugehörigen Gelenkes und des Stützgewebes, wodurch sie die betroffenen Strukturen wieder normal bewegen und belasten können. Ein Sport-Physiotherapeut oder Sport-Therapeut erstellt vor Behandlungsbeginn nach einer ausführlichen Analyse einen individuellen Trainingsplan, entsprechend der erlaubten Belastbarkeit.

Isokinetische Diagnostik und isokinetisches Training

Wichtige Bestandteile der Medizinischen Trainingstherapie sind die isokinetische Diagnostik und das isokinetische Training. Die isokinetische Diagnostik kann darüber hinaus auch als reines Testverfahren genutzt werden, zum Beispiel um Behandlungsergebnisse zu evaluieren und Vergleichsstudien durchzuführen, wie nach einem Kreuzbandriss, nach Meniskusverletzungen und nach Verletzungen des Sprunggelenks.

Die isokinetische Diagnostik ...

... ist eine Untersuchungsmethode bei konstanter Winkelgeschwindigkeit mit variabel angepasstem Widerstand an allen großen Gelenken des menschlichen Körpers. Konstante Winkelgeschwindigkeit heißt zum Beispiel: Die Pedale eines Fahrrads dreht sich gleich schnell, der Tretwiderstand kann jedoch geändert werden. Gleiches gilt für das isokinetische Training: Es werden genau definierte Bewegungen bei konstanter Bewegungsgeschwindigkeit vorgegeben und der Widerstand des Systems passt sich an die jeweils aufgewendete Kraft des Trainierenden an. Dieses wird durch computerunterstützte Systeme gewährleistet, die Basis sowohl der Diagnostik als auch des Trainings sind.

Durch isokinetische Diagnostik können muskuläre Verhältnisse standardisiert gemessen und evaluiert werden, z.B. im Rechts-Links-Vergleich. Zusätzlich kann die Kraftqualität (Maximalkraft, Kraftausdauer, absolute Kraftentwicklung) bestimmter Bewegungen dokumentiert und zu einem späteren Zeitpunkt verglichen werden.

Das isokinetische Training ...

... hat das Ziel, einen optimalen Trainingseffekt bei gleichzeitig größtmöglicher Schonung der Gelenke zu erreichen. Der Computer ermöglicht hierbei, dass Belastungen und Pausenzeiten genau dosiert werden. Der Trainierende kann seinen Trainingsverlauf am Bildschirm permanent verfolgen.

Trainingsplanerstellung mit Chipkartensystem

Jeder Patient erhält einen Eingangstest, in dem Kraft und Mobilität gemessen werden. Der Test dient als Grundlage für den individuellen Trainingsplan. Mittels Chipkartensystem können die Trainingsdaten jederzeit abgerufen und gespeichert, und so Trainingserfolge und -verläufe dokumentiert und evaluiert werden.