Mikrochirurgischen Trainings- und Fertigkeiten-Zentrum ...

... der Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum

Seit der ersten vollständigen, erfolgreichen mikrochirurgischen Replantation eines Daumens durch Komatsu und Tamai in Japan hat die Mikrochirurgie eine rasante Entwicklung genommen. Neben der technischen Weiterentwicklung von Mikroskopen und Instrumente hat sich die Mikrochirurgie zu einem etablierten, sicheren Standardverfahren in der rekonstruktiven Chirurgie weiterentwickelt und ist heutzutage aus dem Behandlungsalgorithmus in der Medizin nicht mehr wegzudenken.

Eine zukunftsweisende Grundlage

Zahlreiche Patienten in der BG Klinik Ludwigshafen verdanken der Mikrochirurgie den Erhalt von Fingern und Extremitäten, die Wiederherstellung der Integrität nach Tumor, Trauma und Verbrennung wie auch die Regeneration der Funktion und Erreichen der Lebensqualität nach Nervenverletzung und bei Lymphödemen. Die Mikrochirurgie beinhaltet zu einem bedeutsamen Anteil prozedural-technische Fertigkeiten mit einem Binokular-Mikroskop, die der angehende Mikrochirurg durch zahlreiche Wiederholungen der Schritte -außerhalb des Operationssaals erlernen muss.

Hierzu dienen verschiedene Modelle, die in Verbindung mit einem Übungsmikroskop das Erlernen von Fertigkeiten ermöglicht. Die Einrichtung eines mikrochirurgischen Trainings- und Fertigkeiten-Zentrums ist die zukunftsweisende Grundlage, um die nächste Generation von Mikrochirurgen und Plastischen Chirurgen mit einem kontinuierlich hohen Niveau auszubilden und gleichzeitig höchste Qualität und Patientensicherheit zu gewährleisten. 

Hochwertige Ausstattung für optimales Arbeiten

Das mikrochirurgischen Trainings- und Fertigkeiten-Zentrum der Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum ist in einem realistischen Umfeld in der Strahlenklinik eingerichtet und bietet drei Mikroskop-Arbeitsplätze inklusiver zusätzlicher, supermikrochirurgischer Vergrößerungseinheiten  mit Doppelbetrachtungseinrichtung. Jedes Mikroskop ist mit Video-Technik im HD Format ausgestattet und  wird für den Trainer auf drei Flachbildschirme übertragen, um die Lernenden effektiv zu supervisionieren.

Primäre Anwendung finden avitale Trainingsmodelle mit mikrochirurgischen Fäden der Stärken 8-0 bis 12-0 und hochwertiges Instrumentarium, das als Dauerleihgabe von der Firma S&T, Neuhausen, Schweiz zur Verfügung gestellt wurde. Neben wöchentlichen Kurses im Rahmen des Mikrochirurgischen Curriculums in Kleingruppen finden in den Räumen auch Studentenkurse der Universität Heidelberg und Übungskurse von Ärzten in Weiterbildung statt.

  Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Christoph Hirche, Geschäftsführender Oberarzt