Immunopathogenese des Lymphödems

Forschungsgruppe Immunopathogenese des Lymphödems

Je nach onkologischer Therapie (z.B Lymphknotendissektion oder Radiatio) erkranken zwischen 5-70% aller Patientinnen mit Mammakarzinom und 12-40% aller Patienten mit gynäkologischen/ urologischen Tumoren an einem sekundären Lymphödem der angrenzenden Extremität(en). Die Forschungsgruppe untersucht die immunologischen Mechanismen der Pathogenese des sekundären Lymphödems und die Rolle der Inflammation als diagnostischer und pathogenetischer Marker in der Stadienmigration bzw. Progression der Erkrankung.

Dabei werden die Veränderungen des Gewebes durch die chronische Inflammation untersucht, die sich durch Fibrosierung, Reduktion der lokalen Immunkompetenz und proonkogene Effekte (Karzinome, Sarkomsubtypen) auszeichnen. 

Die Arbeit der Gruppe adressiert die enge Verknüpfung der präklinischen Medizin mit einem Schwerpunkt auf der molekularen und immunologischen Grundlageforschung mit der klinischen Forschung durch die Untersuchung von Überschußgeweben (sog. Translationale Medizin). Dies bedeutet, dass sowohl in-vitro Zellkulturen als auch in-vivo Tiermodelle sowie erkrankte Patienten in die Erforschung zur Immunmodulation des sekundären Lymphödems eingebunden werden. Auch die  nicht-invasive Zelltherapie (Stammzellen) und das Tissue Engineering sowie die Optimierung  supermikrochirurgischer Verfahren stehen dabei im Fokus, um so für die krebsüberlebenden Patienten die Lebensqualität durch Reduktion oder Aufhebung des sekundäre Lymphödems zu verbessern und minimal-invasive therapeutische Alternativen anbieten zu können. 

 Team
  • Aryana Rafiei
  • Dr. rer. nat. Matthias Schulte
 Projekte
  • Aufbau eines standarisierten und molekular-validierten in-vivo Models und dessen Untersuchung auf immunmodulatorische Prozesse des sekundären Lymphödems
  • Indocyaningrün als Navigation für Diagnose des sekundären Lymphödems und Optimierung der supermikrochirurgischen Techniken: Subkutane Toxizität und immunologische Auswirkung der Anwendung
  • Etablierung von in-vitro Modellen zur Isolation, Kultivierung und Charakterisierung immun-relevanter Zellpopulationen mit Wirkung auf die Pathogenese und Progression des sekundären Lymphödems
  • Entwicklung einer präklinischen Stammzellentherapie als adjuvante Therapie unter Verwendung von in-vitro phänotypisch-konditionierten Makrophagen
  • Neoadjuvantes immunologisches bioengineering eines mikrovaskulären Lymphnoten Transfers
 Methoden

Zellkultur und Zelltherapie, Immunhistochemie, Immunfluoreszenz, FACS, Apoptosis Assay, MTT Assay, BCA Assay, Multiplex Assay, ELISA, mikro-MRT, PET-CT, ICG-VIS-NIR Visualisierung, PCR, Scratch Assay, Tube Formation Assay und intravitale Mikroskopie. 

 Kooperationspartner
  • Prof. Dr. rer. nat. Julia Kzyschkowska Institut für Transfusionsmedizin und Immunologie. Deutsches Rotes Kreuz- Universitätsmedizin Mannheim
  • Prof. Dr. rer. nat. Björn Wängler Institut für Molekulare Bildgebung und Radiochemie, Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.
  • PD Dr. med. Richard Schäfer Cell Therapeutics & Cell Processing Institut des Frankfurter Blutspendedienst
 Publikationen
  • Prof. Dr. rer. nat. Julia Kzyschkowska
    Institut für Transfusionsmedizin und Immunologie. Deutsches Rotes Kreuz- Universitätsmedizin Mannheim
  • Prof. Dr.  rer. nat. Björn Wängler
    Institut für Molekulare Bildgebung und Radiochemie, Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
  • PD Dr. med. Richard Schäfer
    Cell Therapeutics & Cell Processing Institut des Frankfurter Blutspendedienst

  Leiter Forschungsgruppe Immunopathogenese des Lymphödems

Prof. Dr. med. Christoph Hirche

christoph.hirche@bgu-ludwigshafen.de

  Stv. Leiter der Forschungsgruppe Immunopathogenese des Lymphödems

Dr. med. Patrick Will-Marks

patrick.will-marks@bgu-ludwigshafen.de