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DKOU-Kongress 2019 in Berlin

In Berlin startet heute unter der Mit-Präsidentschaft von Professor Dr. Paul Alfred Grützner, Ärztlicher Direktor der BG Klinik Ludwigshafen, der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 2019. Gemeinsam mit Dr. Thomas Möller aus Speyer und Professor Carsten Perka aus Berlin zeichnet Prof. Grützner damit verantwortlich für einen der größten Kongresse im Fachgebiet der Unfallchirurgie und Orthopädie in Europa. Zu der bis einschließlich Freitag dauernden Veranstaltung werden zwischen elf- und zwölftausend Besucher aus aller Welt erwartet. Gastländer in diesem Jahr sind Kanada und Italien.

"Wissen braucht Werte"

Der Kongress steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wissen braucht Werte“. Neben dem fachlichen Austausch und der Wissensvermittlung in zahlreichen Sitzungen und Vorträgen sollen damit beim diesjährigen Kongress auch die ethischen Werte, die hinter der medizinischen Versorgung stehen, in den Fokus rücken. Ganz bewusst soll das Kongressmotto zum Nachdenken anregen. Der Kongress vermittele Wissen, sagt Prof. Dr. Paul Alfred Grützner, es gehe aber eben nicht nur um die Wissenschaft und das Wissen: „Das Ganze muss unterfüttert sein durch eine Wertediskussion, die am Ende den ökonomischen Aspekt nicht ausklammert“, so Prof. Grützner.

Enorme Datenmengen nicht nutzbar

Ein zentrales Thema des DKOU-Kongresses 2019 wird die Datenschutz-Grundverordnung im Zusammenhang mit der Registerarbeit der Fachgesellschaften sein. Kliniken, die sich an einem Register beteiligen, sind durch die Einführung der Datenschutz-Grundverordnung nunmehr gezwungen, vor Erfassen der pseudonymisierten Falldaten die Einwilligung der Patienten einzuholen. Dadurch gehen zahlreiche Daten verloren, alleine an der BG Klinik Ludwigshafen konnten im letzten Jahr mehr als die Hälfte der Falldaten der Polytraumaversorgung nicht verwendet werden. Prof. Grützner: „Wir haben überall enorme Datenflüsse, aber wir können sie nicht verwenden. Die Polytraumaversorgung wird sich jedoch nicht weiterentwickeln, wenn wir die Registerarbeit nicht weitermachen.“ Eine Forderung des Kongresses an die Politik wird daher sein, die Datenerhebung für Register verpflichtend einzuführen.

Breites Themenspektrum

Fachlich setzt der Kongress in diesem Jahr die Schwerpunkte auf Diagnostik und bildgebende Verfahren, Arthrose, Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule, Schmerz, Endoprothetik, Gelenkverletzungen, Komplikationen und Komorbiditäten, Alterstraumatologie und -orthopädie sowie das Trauma-Management. Weitere Themen sind die Prävention sowie neue Entwicklungen im Bereich der Fort- und Weiterbildungen.

Alle Informationen zum DKOU 2019 finden Sie auf der Website des DKOU-Kongresses unter https://dkou.org/

  Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ute Kühnlein M.A.

Pressestelle

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